Georg Baselitz – Die monumentalen Aquarelle
Georg Baselitz hat innerhalb eines Jahres – von März bis Oktober 2002,
36 monumentale Aquarelle geschaffen. Die Aquarelle aus dieser Zeit kreisen um vier Themen: Das erste, eine in den letzten Jahren entwickelte Ikonografie, vereint Ikonen des sowjetischen sozialistischen Realismus wie Lenin oder Duchamp miteinander. Das zweite Thema hat eine autobiografische Dimension. Es zeigt den Maler und seine Frau in einer Serie von Doppelporträts als Brust- oder ganzfigurige Darstellung - mehrmals mit Pferd, einem Tier, das im letzten Abschnitt der Folge, in den sich ein Reiter aus dem wilden Westen eingeschlichen hat, eine zentrale Rolle spielt. Georg Baselitz hat all diese vorgestellten Aquarelle in rascher Folge gemalt. Dank dem durch Tusche und Aquarell ermöglichten rasenden Arbeitstempo verbindet Baselitz Tag für Tag (was am Entstehungsdatum der einzelnen Zeichnungen interessanterweise ablesbar ist) die Wiederholung und Kombination dieser Motive mit der üblichen Umdrehung. Die schnelle Arbeitsweise erlaubt Baselitz mehr noch als in den letzten Gemälden ein zyklisches Denken, bei dem ein monumentales Aquarell auf das vorhergehende reagiert.
Der Band ist zweisprachig – in deutscher und französischer Sprache erschienen.
Klaus Albrecht Schröder/Yves Lecointre
Georg Baselitz – Die monumentalen Aquarelle
132 Seiten,
72 Abb. in Farbe,
24 x 30 cm, Leinen mit Schutzumschlag.
EUR 52,00 / SFr 91,00
ISBN 978-3-932353-78-9
Stand: November 2011. Irrtümer und Änderungen vorbehalten
















