Buddhisten – Jainas – Hindus
Der indische Subkontinent hat drei der bedeutendsten Religionen der Welt hervorgebracht: Buddhismus, Jainismus und Hinduismus, die zu den bilderfreundlichsten Hochreligionen überhaupt gehören. Der Buddhismus hat sich, wie das Christentum und der Islam, zu einer Weltreligion entwickelt, spielt aber in Indien seit dem 12. Jahrhundert praktisch keine Rolle mehr. Der Jainismus wurde seit seiner Gründung im 6. Jahrhundert vor Christus ununterbrochen in Indien ausgeübt, hat sich jedoch nicht in andere Länder verbreitet. Der Hinduismus ist heute die vorherrschende Religion in Indien, Nepal und auf Bali, besitzt aber auch viele Anhänger in anderen Teilen der Welt. Victor und Marianne Langen bereisten seit 1959 unter anderem regelmäßig Indien und sind dabei mit der indischen Kunst in Berührung gekommen. Auf diesen Reisen sind die Beiden zum Sammeln indischer und südostasiatischer Kunst angeregt worden. Zu ihren bereits bestehenden Sammlungen der Klassischen Moderne, der mexikanischen Abteilung, der japanischen Kunst und der Khmer-Kollektion fügten sie die indischen und südostasiatischen Skulpturen hinzu und ließen nach dem Entwurf eines japanischen Stararchitekten eine eigene Ausstellungshalle bei Neuss bauen. Das Rautenstrauch-Joest-Museum für Völkerkunde in Köln hat nun erstmals diese rheinische Privatsammlung asiatischer Kunst von internationalem Rang erschlossen. Die von Marianne und Victor Langen – vor der Fachwelt verborgen – aufgebaute kleine Sammlung besteht aus l60 hervorragenden Skulpturen aus Stein und Bronze, die in der Zeit vom 2. Jahrhundert n. Chr. bis zum 18. Jh. entstanden sind. Sie stammen aus Indien, Burma, Thailand und Kambodscha sowie aus Nepal, Tibet, China und Korea.
Klaus Schneider/Ulrich Wiesner (Hrsg.)
Buddhisten – Jainas – Hindus
Auf der Suche nach dem Gottesbild
160 Seiten.,
67 Abb. in Farbe,
21 x 27 cm, Broschur.
EUR 25,00 / SFr 45,50
ISBN 978-3-932353-95-6
Stand: November 2011. Irrtümer und Änderungen vorbehalten
















