Stadt ohne Juden / City without Jews
Als Beitrag zu Münchens 850zigstem Stadtgeburtstag thematisiert eine Ausstellung im Jüdischen Museum München jene über 400 Jahre währende Münchner Geschichte, in denen Juden von der Teilnahme am Stadtleben ausgeschlossen waren. Erstmals finden sich im Jahre 1158 Hinweise auf jüdisches Leben in München, das bis zum Pogrom im Jahr 1285 dauerte. Um 1360 war auf dem Areal des heutigen Marienhofes wieder blühendes jüdisches Gemeindeleben zu beobachten. Um 1442 wurde die jüdische Gemeinde dann durch Herzog Albrecht III. aus München vertrieben und ein fast 300 Jahre währendes Aufenthaltsverbot für München und Altbayern ausgesprochen. Erst im späten 18. Jahrhundert war wieder jüdisches Leben in München möglich, das bis zum 9.November1938 andauern sollte. Seit den 1990er Jahren ist wieder verstärkt jüdisches Leben in München zu beobachten – das mit dem Bau von Kultusgemeinde und Synagoge auch nach außen hin sichtbaren Ausdruck findet.
Die dem Prinzip der Reduktion verpflichte Ausstellung des jüdischen Museum München versammelt 12 Exponate, die Licht auf diese Epoche in einer „Stadt ohne Juden“ werfen und gleichzeitig Vorurteile, Legenden und Gerückte über Juden in diesen Zeitabschnitten rezipiert.
Bernhard Purin
Stadt ohne Juden / City without Jews
Die Nachtseite der Münchner Stadtgeschichte
The Dark Side of Munich’s History
48 Seiten, 35 Abbildungen in Farbe, 23 x 30 cm,
gebunden in Karton. Deutsch/Englisch
EUR 12,00 / SFr 21,00
ISBN 978-3-98832-41-7
Stand: November 2011. Irrtümer und Änderungen vorbehalten
















