Edition Minerva: Katalog 2011

Einfachheit im Vielfachen

KPM_Titel Die vierte Sonderausstellung im Rahmen der KPM-Welt. die eine der künstlerischen Prämissen des Bauhaus-Gründers Walter Gropius aufgreift, widmet sich der entscheidenden Phase um 1930, als die Manufaktur zu einem der Vorreiter auf dem Gebiet des neuen Designs geworden war.

Burg Giebichenstein – einst Grenzburg, dann erzbischöfliche Residenz, Domäne, feudaler Privatbesitz und ab 1921 Schulgelände avancierte zum Synonym einer Kunstschule. Das „Experiment Bauhaus“ in Weimar endete im Jahr 1925 und zahlreiche Lehrer und Schüler gingen nach Halle an die „Burg“.

Die bekannte Töpferin Marguerite Friedländer wechselte ebenfalls nach Halle und wurde damit beauftragt eine leistungsfähige Werkstatt aufzubauen. Auf der „Burg“ errichtete man ab 1929 einen Brennofen für Hartporzellan und ab November 1929 begann die enge Arbeitsgemeinschaft mit der „Staatlichen Porzellan-Manufaktur Berlin“. Bereits 1930 zur Leipziger Frühjahrsmesse konnte Marguerite Friedlaender die ersten Entwürfe des Kaffe- und Mokkaservice „Hallesche Form“ vorstellen, im Sommer folgte ein Teeservice dazu. Bis 1931 realisierte Marguerite Friedlaender alle wesentlichen „Berlin-Entwürfe“. Gerhard Marcks übernahm parallel dazu Auftragsentwürfe, wie z. B. das Mokkaservice „Bagdad“, der Konfektsatz oder die „Rohkostplatte“.

Mit dem erzwungenen Ausscheiden Marguerite Friedlaenders 1933 endete die wunder-bare, einmalige Produktivität der Porzellanklasse.

Ausstellung und Katalog schildern anschaulich den Beginn der seriellen Produktion für die „Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin“.

KPM-Welt (Hrsg.) Einfachheit im Vielfachen – Berliner Porzellan unter Einfluss von Bauhaus und Burg Giebichenstein mit einer Einführung von Hartmut Krohm

2009. 44 Seiten,
35 Abbildungen, davon 30 in Farbe,
22 x 22 cm, broschiert

EUR 12,00 / SFr 21,00

ISBN 978-3-938832-56-1

Stand: November 2011. Irrtümer und Änderungen vorbehalten

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