Edition Minerva: Katalog 2014

Karl Wilhelm Diefenbach (1851 – 1913)

untitled Maler und Kulturrebell, Vegetarier, Pazifist und „Sonnenanbeter“, Karl Wilhelm Diefenbach (1852 – 1913) war eine exzentrische Künstlerpersönlichkeit, die Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur in der bayerischen Hauptstadt von sich reden macht.

Barfuss und in eine Kutte gekleidet wetterte er vor dem Münchner Hofbräuhaus „gegen den Verzehr von Tierfetzen“ und sah im „Tiermord“ die Ursache für den „menschenmordenden Krieg“.

Diefenbachs Suche nach neuen Wegen führte ihn aus dem vermeintlich weltoffenen Schwabing ins abgeschiedene Isartal, von dort über Wien, Kairo und Triest schließlich auf die von Bohemiens und Künstlern besuchte und besiedelte Mittelmeerinsel Capri, wo er 1913 starb und in Vergessenheit geriet. Der als „Kohlrabi-Apostel“ Verhöhnte verleugnete nie seine künstlerische Identität und seine Vision eines ökologischen Utopia. Ausstellung und Katalog stellen Diefenbachs Gemälde und Arbeiten auf Papier vor.. Der Mittelpunkt dieser Ausstellung ist sein monumentaler Fries Per aspera ad astra (1892), der auf einer Gesamtlänge von 68 Metern in scherenschnittähnlichen Szenen nackter, kindlicher Fröhlichkeit das persönliche Glaubensbekenntnis des Lebensreformers illustriert. In einzigartigen Dokumenten und Fotos wird das Leben

Karl Wilhelm Diefenbachs vorgestellt.

Daneben sind auch Arbeiten seiner Schüler Hugo Höppener, gen. Fidus, Gusto Gräser sowie Frantisek Kupka zu sehen. Die Villa Stuck in München schlägt mit dieser Ausstellung ein weiteres Kapitel der Münchner Geschichte um 1900 auf.

Karl Wilhelm Diefenbach (1851 – 1913)
Lieber sterben, als meine Ideale verleugnen! 2009.

240 Seiten,
190 Abbildungen, davon 109 in Farbe,
20,5 x 27 cm, Broschur.

EUR 28,00 / SFr 42,50

ISBN 978-3-938832-58-5

Stand: November 2011. Irrtümer und Änderungen vorbehalten

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