Edition Minerva: Katalog 2014

Helmut Kolle

untitledHelmut Kolle (1899 – 1931) geboren in Berlin erhielt in jungen Jahren Zeichenunterricht und bildete sich als Autodidakt weiter. 1918 lernte er den Kunsthistoriker und Schriftsteller Wilhelm Uhde kennen, mit dem er 1924 nach Paris ging. Helmut Kolle konnte sich als einer der wenigen deutschen Künstler nach dem Ersten Weltkrieg in Frankreich etablieren. Es gelang ihm die Tradition deutscher und französischer Malerei zu vereinen und dennoch eine eigenständige Position zu entwickeln. Sein umfangreiches OEuvre ist figurativ und auf eindrucksvolle Personendarstellungen fokussiert. Seine Kunst spiegelt das Menschenbild der 1920er Jahre wider. 1931 verstarb Helmut Kolle in Chantilly. Sein malerisches Werk entstand in nur einem Jahrzehnt. Zahlreiche seiner Werke wurden in Pariser Galerien ausgestellt, auch Pablo Picasso lobte die große Virilität der Malerei Kolles. Während der Zeit des Nationalsozialismus galten seine Werke als „entartete Kunst“. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden seine Werke erstmals 1952/53 in Hannover gezeigt. Die Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser zeigen jetzt eine Retrospektive mit Werken von Helmut Kolle. Anschließend wird die Ausstellung im Hamburger Ernst Barlach Haus gezeigt. Der die Ausstellungen begleitende Katalog enthält Untersuchungen zu Leben und Werk des Künstlers sowie seiner Maltechnik und erläutert die Bedeutung Wilhelm Uhdes für die Entwicklung des Künstlers.

 

HELMUT KOLLE
Ein Deutscher in Paris

Hrsg. Ingrid Mössinger, Thomas Bauer-Friedrich
298 Seiten, 196 Abbildungen, davon 159 in Farbe, 24 x 32 cm,
Pappband gebunden

EUR 32,00 / SFr 48,50
ISBN 978-3-938832-73-8

Stand: November 2011. Irrtümer und Änderungen vorbehalten

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