Edition Minerva: Katalog 2014

Verschlungene Wege schöner Bilder

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Wo erwirbt man einen gefälschten Modigliani? Seit wann gibt es Beutekunst? Lösegeld für gestohlene Bilder – ein neues Geschäftsmodell? Was bedeutet Beutekunst im Dritten Reich? Auf diese Fragen findet der Leser überraschende und facettenreiche Antworten.

Malte Sprenger wurde 1943 in Posen geboren. Nach dem Studium der Rechte in Marburg, Berlin und Heidelberg ist er als Rechtsanwalt tätig. Er berät vorwiegend japanische, englische und deutsche Unternehmen in wettbewerbsrechtlichen und gesellschaftsrechtlichen Fragen.

Malte Sprenger
“Verschlungene Wege schöner Bilder”
Ausgewählte Fälle zu Kunstfälschung und Beutekunst

112 Seiten, mit 25 schwarzweißen Abbildungen
14,5 x 21,0 cm, Broschur

ISBN 978-3-943964-08-0
EUR 14,95 / CHF 20,90

Heroische Zeiten

untitledHeroische Zeiten

Tausend Jahre persisches Buch der Könige


Das Museum für Islamische Kunst (SMB) und die Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin präsentieren die Ausstellung „Heroische Zeiten. Tausend Jahre persisches Buch der Könige“, in deren Rahmen zehn illustrierte Schahname-Handschriften, ergänzt durch eine große Auswahl von Einzelblättern aus sogenannten „Diez’schen Klebealben“, gezeigt werden.

Die ersten persischen Handschriften fanden bereits 1672 ihren Weg in die Berliner Bibliothek. Sie stammten aus dem Besitz von Adam Olearius, der zwischen 1635 und 1639 als Gesandter längere Zeit Persien bereiste. Diplomaten, Gelehrte und Forschungsreisende brachten auch in späteren Jahrhunderten zahlreiche Handschriften von ihren Expeditionen in den Nahen Osten mit und vermehrten auf diese Weise die Bestände der Königlichen Bibliothek.

Mit 42.000 Bänden betreut die Staatsbibliothek zu Berlin eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen orientalischer Handschriften in der westlichen Welt, zu denen 2.400 in persischer Sprache gehören, darunter eine Vielzahl illustrierter und mit kostbaren Einbänden versehener Prachthandschriften.

 

Heroische Zeiten

Tausend Jahre persisches Buch der Könige



Für das Museum für Islamische Kunst –

Staatliche Museen zu Berlin



Herausgegeben von Julia Gonnella und Christoph Rauch



184 Seiten, ca. 140 Abbildungen größtenteils in Farbe,

21 x 29 cm, Broschur



ISBN 978-3-938832-70-7

EUR 9,90 / 13,90 SFr

Der Brutus vom Kapitol

Brutus_Cover „…. den als sehr teuer eingeschätzten Kopf des Iunius Brutus aus Metall mit eingelegten Augen“.

(Ulisse Aldrovandi)

Das hochberühmte Bronzebildnis des sogenannten „Brutus“ steht im Mittelpunkt einer Ausstellung im alten Museum: Seine Ausleihe nach Berlin stellt ein außergewöhnliches Entgegenkommen der Kapitolinischen Museen der Stadt Rom dar, handelt es sich doch um eine der bekanntesten Antiken Roms. So verwundert es nicht, dass die Büste seit ihrer Rückkehr aus dem Pariser Exil im Jahre 1815 die Ewige Stadt nicht mehr verlassen hat. Der vorliegende Band behandelt nicht nur den „Brutus“ als antikes römisches Porträt, sondern beleuchtet auch seinen Einfluss auf die Künstler der Renaissance und des 18. Jahrhunderts. Zugleich wird aufgezeigt welche enorme Wirkung dieses Bildnis als politisches Symbol in der Französischen Revolution entfaltete.

 

Der Brutus vom Kapitol
Ein Porträt macht Weltgeschichte
herausgegeben von Agnes Schwarzmaier für die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin

128 Seiten, 120 Abbildungen, davon 85 in Farbe,
17 x 23 cm, Broschur

EUR 12,90 / SFr 17,90
ISBN 978-3-938832-59-2

Albumblätter aus den Sammlungen indo-islamischer Herrscherhöfe

untitled Die Staatlichen Museen zu Berlin – Museum für Islamische Kunst lädt die Besucher des Museums ein, die Schätze der Sammlungen anzusehen.

Zu den jeweiligen Sammlungen erscheint begleitend ein großformatiger, durchgehend farbig bebilderter Band mit fundierten, erläuternden Essays.

Der zweite Band stellt die „Albumblätter aus den Sammlungen indo-islamischer Herrscherhöfe“ vor. Das Museum für islamische Kunst besitzt eine ganze Reihe dieser kostbaren Alben mit Ihren kalligrafischen Schriften und orientalischen Miniaturmalereien. Die Anfänge der Mogulmalerei beginnen in der Mitte des 16. Jahrhunderts unter Kaiser Akbar und stellt die andere Welt des widersprüchlichen Hindustan aus dieser Zeit dar.

Die weiteren Bände in dieser Reihe werden sein: „Teppiche“ und „1000 Jahre Shahnameh – Berliner Meisterwerke aus dem iranischen Nationalepos“.

 

Almut von Gladiß
Albumblätter aus den Sammlungen indo-islamischer Herrscherhöfe
Herausgegeben von den Staatlichen Museen zu Berlin – Museum für Islamische Kunst

112 Seiten, 62 Abbildungen in Farbe,
21 x 29 cm, Broschur.

9,90 EUR / 13,90 SFr
ISBN 978-3-938832-68-4

Vorsicht Glas!

untitledDie Staatlichen Museen zu Berlin – Museum für Islamische Kunst lädt die Besucher des Museums ein, die Schätze der Sammlungen anzusehen.

Zu den jeweiligen Sammlungen erscheint begleitend ein großformatiger, durchgehend farbig bebilderter Band mit fundierten, erläuternden Essays.

Der erste Band in dieser Reihenpublikation des Museum für Islamische Kunst ist der Band „Vorsicht Glas! – Zerbrechliche Kunst 700–2010“. Eine Ausstellung dazu setzen die Glaskunst zwischen Nordamerika, Australien, der Türkei und dem Libanon in Beziehung zueinander.

Der Titel „Vorsicht Glas!“ ist zudem der Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung, die im Museum vom 10. September 2010 bis zum 09. Januar 2011 zu sehen sein wird.

Die nächsten beiden Bände werden sein: „Teppiche“ und „1000 Jahre Shahnameh – Berliner Meisterwerke aus dem iranischen Nationalepos“.

 

Miriam Kühn
Vorsicht Glas! Zerbrechliche Kunst 700-2010

200 Seiten, 104 Abbildungen in Farbe, 13 Abbildungen s/w,
21 x 29 cm, Broschur.

9,90 EUR / 13,90 SFr
ISBN 978-3-938832-69-1

Französische Fayencen des 18. Jahrhunderts

Franz_Fayencen_RGB Französische Fayencen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts gehören zu den schönsten keramischen Kunstwerken Europas. Die Sammlung von Marianne und Hans-Peter Carabelli zählt zu den bedeutendsten privaten Kollektionen dieses Art und enthält erstklassige Beispiele aus den berühmten Manufakturen von Straßburg, Rouen, Marseille, Sceaux, Meillonas, Lunéville, Saint Clément, Nevers, und Saint Omer, an denen die Entwicklungsgeschichte dieser Fayencen nachvollzogen werden kann. Insbesondere der Bestand von Figuren aus der Manufaktur Niederviller ist von vorzüglicher und herausragender Qualität. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Sammlung liegt jedoch auf den Straßburger Fayencen der Familien Hannong und von Löwenfinck, welche die künstlerischen Maßstäbe auch für viele anderen Manufakturen setzten und die gesamte europäische Entwicklung der Fayence während des 18. Jahrhunderts beeinflusst haben.

Ulrich Pietsch, Direktor der Porzellansammlung in Dresden, hat die fundierten Texte geschrieben, die von Jeanette Fiorese ins Französische übersetzt wurden. Ein wunderbarer Band für Sammler und Liebhaber dieser delikaten Fayencen, die sämtlich in Farbe abgebildet sind.

 

Ulrich Pietsch
Französische Fayencen des 18. Jahrhunderts
Sammlung Carabelli. 2009.

232 Seiten,
249 Farbabbildungen,
24 x 27 cm, gebunden Schutzumschlag
Deutsch / Französisch

EUR 65,00 / SFr 117,00

ISBN 978-3-938832-52-3

Als München leuchtete

DieScholle_Als_Muenchen_leuchtete „Sie haben die Kunst erfrischt und belebt“.

Die Mitglieder der „Scholle“ verkörperten um 1900 die fortschrittliche Malerei in München: Der Star dieser Künstlergruppe war Leo Putz. Wie die Secessionisten hingen auch die Scholle-Künstler keiner stilistischen Richtung an, sie verfochten das Individualkonzept der Secessionsbewegung.

Zehn junge Künstler schlossen sich im November 1899 zu einer Vereinigung zusammen, die sich anfangs Gruppe G und später „Scholle“ nannte. Der bekannte Maler Leo Putz schloss sich wahrscheinlich erst 1903 der Künstlergruppe an. Die „Scholle-Mitglieder“ gehörten sämtlich der Atelierklasse von Paul Höcker an der Münchner Akademie an und bestritten gemeinsam Ausstellungen. Im Jahre 1904 stellte Leo Putz zum ersten Mal mit der „Scholle“ im Münchner Glaspalast aus und sein Gemälde „Picknick“ wurde gleich aus der Ausstellung von der Neuen Königlichen Pinakothek angekauft. Ab 1905 präsentierten die beiden Kunsthändler Franz Josef Brakl und Heinrich Thannhauser sowohl die Bilder von Leo Putz und den Scholle-Mitgliedern Eichler und den Erler-Brüdern.

In den folgenden Jahren stellte die „Scholle“-Gruppe ihre Gemälde auf großen Kunstausstellungen aus – darunter im Glaspalast München, der Wiener Secession und in Köln.

Ein letztes Mal präsentierten sich sieben Mitglieder der „Scholle“ im Jahr 1911 auf der Jahresausstellung im Glaspalast. Darunter war auch Leo Putz. Im Dezember desselben Jahres löst sich die Gruppe auf.

Als München leuchtete
Die Künstlergruppe „Scholle“ und Leo Putz.
Malerei der Jahrhundertwende aus der Sammlung Siegfried Unterberger.

Herausgegeben von Siegfried Unterberger mit Ute Strimmer

2009. 96 Seiten, 62 Abbildungen in Farbe, 23 x 27 Pappband gebunden.

EUR 29,90 / SFr 45,50
ISBN 978-3-938832-47-9

Kampfzone Körper

Kampfzone_Koerper In künstlerischer und wissenschaftlicher Auseinandersetzung hält der vorliegende Band den „Akteuren“ von Mode, Masse, Macht und Malör einen gleichermaßen schonungslosen wie erhellenden Spiegel vor – und versteht sich gerade deshalb als Plädoyer für die Mode!
Nicht erst seitdem der Einzug des Nadelstreifen-Anzugs in die Damengarderobe deutlich machen soll, wer in künftigen Führungsetagen „die Hosen anhat“, ganz normale Jugendliche sich mit einer Montur für den morgendlichen Schulbesuch rüsten die einem Guerilla-Kämpfer alle Ehre bereiten würde, und ein simples Stück Stoff, zum Kopftuch auf dem Lehrerinnenhaupt geknotet, die deutschen Gerichte beschäftigt, wurde deutlich: Mode ist weit mehr als schöne Oberfläche, sie beschreibt kulturelle Kampfzonen in ihren verschiedensten Facetten. Auseinandersetzungen zwischen Geschlechtern, Religionen oder Generationen, aber auch das ökonomische Ringen um Marktmacht, die Rally auf der Kopien das Original bis zum Laufsteg verfolgen – sie alle zeugen vom Streben nach Geltung und Dominanz, verdeutlichen gesellschaftliche Strömungen und Kräfteverhältnisse. Doch nicht nur die bisweilen leidenschaftliche Befolgung von Trends – auch die scheinbare Ignoranz modischer Stilisierungsversuche zugunsten eines „praktisch-zweckmäßigen“(?) Einheitslooks zeigen, wie schmerzlich die Mobilisierung von Massen zum nicht nur visuellen Malör auszuwachsen droht.

Kampfzone Körper
Mode – Masse – Macht – Malör
Herausgegeben von Eric van den Kleijenberg,
Gerrit Jan Vos und Uwe Göbel

344 Seiten, 28 Abbildungen in Farbe, 22,5 x 30 cm, Pappband gebunden.

EUR 38,00 / SFr 57,50
ISBN 978-3-938832-44-8

Die Münchner Secession 1892–1914

63339_Secession_Umschlag „Man soll auf unseren Ausstellungen Kunst sehen und jedes Talent, ob älterer oder neuerer Richtung, dessen Werke München zur Ehre gereichen, soll seine Blüte reich entfalten können.„

In dieser Forderung des 1892 formulierten Memorandums der Münchner Secession zeigte der Zusammenschluss junger Künstler seinen kunstpolitischen Anspruch: Die Abkehr von veralteten Kunstprinzipien und konservativer Kunstauffassung. Am 15. Juli 1893 öffnete die erste Aus-stellung der Münchner Secession ihre Pforten in einem neuen Gebäude an der Ecke Piloty-/Prinzregentenstraße.

Das Phänomen der Münchner Secession stand am Beginn einer umgreifenden und internationalen Künstlerbewegung, deren Ideen, Neuerungen und Wirkungen bald in ganz Europa zu spüren waren.

Michael Buhrs (Hrsg.)
Secession 1892–1914 –
Die Münchner Secession
ca. 296 Seiten,
250 Abbildungen, davon 200 in Farbe,
24 x 30 cm, gebunden Schutzumschlag.

38,00 EUR / 58,00 SFr
ISBN 978-3-938832-33-2

The Unfinished Print

UnfinishedPrint Das Buch gibt Einblicke über eine Zeitspanne, die von der frühen Zeit des Druckens von Bildern im 15. Jahrhundert bis zur Klassischen Moderne am Beginn des 20. Jahrhunderts reicht. Daneben werden die Entstehungsprozesse von Druckgraphik, in unerwartete Gestaltungsstrategien, mit denen Künstler ihr Publikum konfrontierten, aber auch die Veränderungen des Publikumsgeschmacks gezeigt. Vorgestellt werden zwei Sammlungen: zum einen handelt es sich um Werke aus der Graphischen Sammlung im Städel, Frankfurt und zum anderen sind es Werke aus der National Gallery of Art, Washington. Druckgraphiken von Künstlern wie: Edvard Munch, Paul Gauguin, Auguste Ro­din, Edgar Degas, Jaques Villon, Rembrandt van Rijn, Hendrick Goltzius, Anton van Dyck, Francesco Parmigianimo, Jan Muller und viele andere mehr werden hier vor- und gegenübergestellt. Ein kleines, aber feines Buch über die „Meisterwerke unvollendeter Druckgraphik aus sechs Jahrhunderten“.

Städelsches Kunstinstitut
The Unfinished Print
Meisterwerke unvollendeter Druckgraphik aus sechs Jahrhunderten

92 Seiten,
64 Abb. in Duplex,
24 x 28 cm, Broschur.
EUR 18,00 / SFr 32,50
ISBN 978-3-932353-90-X

Vom Schenken und Sammeln

SchenkenSammeln Das Buch zur Jubiläumsausstellung des Kunstgewerbemuseums Dresden bietet in drei Abteilungen einen Rückblick, einen Ausblick und einen Einblick in historische, gegenwärtige und zukünftige Sammelleidenschaften. Der Rückblick gilt fünf besonders verdienstvollen Gönnern des Museums – Künstlern, Wissenschaftlern und Weltreisenden – allesamt bekennende Sammler, die ihre Pretiosen dem Museum geschenkt oder vermacht haben. In der Kinderabteilung zeigen die Sammler von morgen ihre zusammengetragenen Schätze: Versteinerte Muscheln, Rittersachen, Pokemons und vieles mehr. Die dritte Abteilung bietet einen Einblick in die aktuelle Sammelarbeit des Museums. Hier wird die wachsende Sammlung von Industriedesign des 20. Jahrhunderts in ihrer Charakteristik, ihrer Konzeption und mit ihren jüngsten Erwerbungen vorgestellt.

Staatliche Kunstsammlungen Dresden (Hrsg.)
Vom Schenken und Sammeln
125 Jahre Kunstgewerbemuseum Dresden

232 Seiten,
230 Abb., davon 80 in Farbe,
20 x 25 cm, Klappenbroschur.
EUR 20,00 / SFr 36,00
ISBN 978-3-932353-52-9

HOFJAGD

Hofjagd In diesem umfassenden Bestandskatalog stellt das Deutsche Historische Museum Objekte aus seinen Sammlungen zum Thema höfische Jagd vom 16. bis 18. Jahrhundert vor: Gemälde, Graphiken, Bücher, Dokumente, und vor allem kostbare Waffen geben eine Vorstellung von der Prachtentfaltung der Jagden und Jagdfeste in der Renaissance und im Barock. Es handelt sich um Objekte, die häufig bereits im 19. Jahrhundert in der Berliner Zeughaus-Sammlung verzeichnet waren, aber auch um Erwerbungen aus jüngster Zeit. Innerhalb dieser Sammlung nehmen die Jagdwaffen in ihrer Vielfalt und mit ihrem einmaligen kunsthistorischen Wert einen besonderen Rang ein. Neben einfachen Gebrauchswaffen sind auch die Jagdwaffen von Kaiser Maximilian I., dem preußischen König Friedrich Wilhelm I., oder dem Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz zu sehen. Viele dieser Jagdwaffen wurden in süddeutschen Reichsstädten nach Vorlagen und Entwürfen bedeutender ­Künstler wie Albrecht Altdorfer, Virgil Solis oder ­Augustin Hirschvogel angefertigt.

Gerhard Quaas (Hrsg.)
HOFJAGD
Aus den Sammlungen des Deutschen Historischen Museums
144 Seiten,
180 Abb. in Farbe,
23 x 28 cm, Broschur.
EUR 23,00 / SFr 41,90
ISBN 978-3-932353-65-9

Tafelzeremoniell in Europa 1300 – 1900

Tafel Zeremonien und Rituale gehörten in der vormodernen Gesellschaft zu den wichtigsten Formen der Kommunikation. Sie dienten der Mitteilung von Inhalten des Glaubens, des Rechts und der Herrschaft, ebenso wie der Demonstration bestimmter Gruppenzugehörigkeiten. In unserer von visuellen Medien geprägten Zeit haben diese nicht-verbalen Verständigungsformeln wieder an Bedeutung gewonnen. Während das gemeinsame Essen heute ein beliebter Anlass zur zwanglosen Geselligkeit und leiblichem Genuss ist, entwickelte sich das Speisen an den Höfen seit dem späten Mittelalter zu einem reglementierten Akt, in dem sich die Fürsten regelmäßig dem Hofstaat und den Untertanen zur Schau stellten. Sie nutzten das gleichermaßen sinnliche wie sinnfällige Schauspiel des öffentlichen Tafelns, um die Bevölkerung in Staunen zu versetzen und den Adel immer wieder aufs neue an seine Stellung innerhalb der höfischen oder der Reichshierachie zu erinnern. Bis ins 19. Jahrhundert war das gemeinsame öffentliche Speisen konstitutiver Bestandteil politisch-dynastischer Hauptereignisse wie bei Krönungen und Erbhuldigungen. Die Geräte für das Tafelzeremoniell waren in der Regel aus Edelmetall geschaffen und somit nicht nur besonders wertvoll, sondern auch besonders haltbar. Die goldenen und silbernen Tischutensilien waren nicht nur wirtschaftliche Potenz, sondern wurden auch über Genrerationen weitergegeben und gemeinschaftlich genutzt. Das Deutsche Historische Museum Berlin zeigt erstmals in einer Ausstellung unverzichtbare Elemente dieses „Tafelzeremoniells“. Gezeigt werden Objekte aus Edelmetall sowie gedeckte Tafeln: z.B. „à la russe“. Gegenübergestellt werden auch die spezifischen Ausprägungen des Tafelzeremoniells an den europäischen Höfen zwischen London, Rom, Paris und Berlin.

Hans Ottomeyer/Michaela Völkel
Tafelzeremoniell
Formen europäischen  Hofzeremoniells

320 Seiten,
264 Abb., davon 151 in Farbe,
21 x 28 cm, gebunden mit Schutzumschlag.
EUR 52,00 / SFr 91,00
ISBN 978-3-932353-68-0

Die Silberkammer der Landgrafen von Hessen-Kassel

Die in den Staatlichen Museen Kassel aufbewahrte Sammlung von Goldschmiede-arbeiten gehört zu den wenigen bedeutenden fürstlichen Sammlungen in Deutschland, die sich über Jahrhunderte hin an ein und demselben Ort erhalten hat. Der Bestand setzt sich aus einer großen Gruppe von frühen, aus dem 16. und 17. Jahrhundert, stammenden Nürnberger Arbeiten sowie zahlreichen Augsburger Goldschmiedearbeiten aus dem 18. Jahrhundert zusammen. Hinzu kommt eine Reihe von wichtigen Einzelstücken aus den verschiedenen Städten des deutschsprachigen Raumes. Die Sammlung vermag somit einerseits einen repräsentativen Überblick über die deutsche Goldschmiedekunst zu bieten, andererseits ist sie gekennzeichnet durch die jeweilige Sammelleidenschaft der Landgrafen von Hessen-Kassel und ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zu anderen Fürstenhöfen, durch die nicht wenige Stücke in die Sammlung gelangten. Dieser Bestand ist nun in dem üppig bebilderten Band erstmals vollständig erfaßt.

Rudolf-Alexander Schütte
Die Silberkammer der Landgrafen von Hessen-Kassel
Bestandskatalog der Goldschmiedearbeiten des 15. bis 18. Jahrhunderts
in den Staatlichen Museen Kassel
Herausgegeben von den  Staatlichen Museen Kassel/Michael Eissenhauer,
bearbeitet von Rudolf-Alexander Schütte, mit Beiträgen von Thomas Richter

424 Seiten,
400 Abb. in Farbe,
23 x 31 cm, Leinen mit Schutzumschlag.
EUR 62,00 / SFr 111,60
ISBN 978-3-932353-80-2

Kasseler Silber

Silber Über 300 Jahre lang gehörten die Kasseler Silberschmiede zu den Meistern der Silberschmiedezunft. Sie arbeiteten auf höchstem Niveau für den hessischen Hof, für sakrale Stiftungen und im Auftrag der Stadt Kassel. Auch wohlhabende Bürger haben sich repräsentative Schaustücke, Geschenke und qualitätvolles Gebrauchssilber schmieden lassen. Über dreihundert solcher Gegenstände werden in diesem Band vorgestellt: die weltberühmte Stutzuhr von Jost Bürgi, Tafelsilber des hessischen Kurfürsten sowie des Königs Jeróme von Westphalen, Hochzeitssilber des Biedermeier, Ratssilber der Gründerzeit sowie erstmals in diesem Zusammenhang dokumentiertes calvinistisches Kirchensilber. Anfang des 18. Jahrhunderts führten aus Frankreich geflüchtete Hugenotten das Handwerk der Kasseler Silberschmiede zu neuem Höhepunkt.
38 Zeichnungen zu Meisterstücken sind ein historisches Dokument. Die umfangreichen Markenverzeichnisse und Essays zur Geschichte der Silberschmiede machen diesen Band zu einem unentbehrlichen Helfer für Forscher Sammler und Händler.

Reiner Neuhaus/Ekkehard Schmidberger
Kasseler Silber aus Barock, Empire und Gründerzeit

352 Seiten,
250 Abb., davon 50 in Farbe,
21 x 28 cm, Broschur.
EUR 25,00 / SFr 45,50
ISBN 978-3-932353-20-8

Vergriffen

MALEREI UND FEUERKUNST

malerei_feuerkunst Erstmals stellt eine  fränkische Privatsammlung ihren Bestand von rund 100 Fayencen vor, der sowohl bedeutende Beispiele der frühen ­Hausmalerei von Nürnberg und Augsburg sowie Erzeugnisse verschiedener Manufakturen umfasst. Mit Aufglasurmalerei oder in Scharffeuertechnik dekoriert, wird anhand von Enghals- und Walzenkrügen aus dem süddeutschen Raum – darunter als Schwerpunkt Nürnberger Erzeugnisse – aber auch ausgefallene Formstücke und Schaugerichte anderer Hersteller, die keramische Vielfalt des 18. Jahrhunderts zu einem ästhetischen Erlebnis. Farbige Abbildungen erwecken Objekte aus legendären Sammlungen zu neuem Leben, Detailfotos vermitteln auch dem Laien Anhaltspunkte für Zuschreibungen. Signaturen und Datierungen erweitern die bisherige Literatur.

Alfred Ziffer
MALEREI UND FEUERKUNST

Fayencen der Sammlung Neuner
228 Seiten,
180 Abb. in Farbe,
22 x 28 cm, Pappband.
EUR 52,00 / SFr 91,00
ISBN 978-3-938832-03-5

Möbel für das Gartenreich Dessau-Wörlitz

Cover_Dessau Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau schuf während seiner Regierungszeit (1758-1817)  eine einzigartige, bereits von den Zeitgenossen bewunderte Kulturlandschaft, indem er seinen Kleinstaat in ein Gartenreich umwandelte.  Hier und in den anderen von ihm errichteten oder umgebauten Schlossanlagen setzte der Fürst die auf Reisen durch Italien und England gewonnen Eindrücke um. Ihm zur Seite stand als Architekt Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff (1736–1800), der hier die ersten klassizistischen und neugotischen Gebäude auf deutschem Boden entwarf Der Katalog stellt den im Besitz der Kulturstiftung ­Dessau-Wörlitz überkommenen Bestand von über 550 Möbeln der sogenanntenannten Fürst-Franz-Zeit in beinahe 200 Katalognummern vor. In einführenden Kapiteln wird u. a. auf die Vorbildfunktion der englischen Möbelkunst eingegangen, die der Fürst und sein Architekt bei mehreren Reisen eingehend studiert haben. ­Graphische Vorlagewerke und „Modezeitschriften“ lieferten oftmals das konkrete Vorbild für einzelne Möbel. Umfassende Wirtschafts- und Bildungsreformen in Anhalt-Dessau sollten die heimischen Tischler in die Lage versetzen, Möbel herzustellen, die auf dem internationalen Markt vertrieben werden. Besonders qualitätvolle Möbelensembles erwarb der Dessauer Fürst auch bei auswärtigen Tischlern, wie Holzhauer in Weimar, Hoffmann in Leipzig, Roentgen in Neuwied. Ein Kapitel beschäftigt sich ausführlich mit dem Obstbau unter Fürst Leopold III Friedrich Franz in Dessau-Wörlitz. Abgerundet wird der Band mit einem Schlagstempelverzeichnis sowie einem ausführlichen Literaturverzeichnis.

Möbel für das Gartenreich Dessau-Wörlitz
Aneignung und Neuschöpfung in der Dessauer Möbelkunst vor 1800

504 Seiten,
430 Abbildungen, davon 110 in Farbe,
22,5 x 30 cm, gebunden Pappband.
Ca. EUR 65,00 / SFr 117,00
ISBN 978-3-938832-14-1

>>….. und ein Leib von Perl<<

Das Grüne Gewölbe in Dresden verfügt mit insgesamt 57 Perlfiguren über die weltweit größte Sammlung dieser außergewöhnlichen Gattung spätbarocker Galanterien. Die aus monströs verwachsenen Barockperlen, Gold, Email und Edelsteinen gebildeten miniaturhaften Juwelenplas­tiken werden mit diesem Bestandskatalog des Dresdner Schatzkammermuseums wissenschaftlich erfasst und in ihren kulturhistorischen Zusammenhang gestellt. In Wort und Bild erschließt sich das facettenreiche Themenspektrum dieser Pretiosen August des Starken: Neben den von Radierungen von Jacques Callots beeinflussten Zwergen und Fabelwesen, denen die Pretiosen „mit einem Leib von Perl“ die Bezeichnung Groteskfiguren verdanken. Die Fülle von Farbabbildungen in diesem Band gestattet es, die hohen kunsthandwerklichen Fertigkeiten und die Kreativität der ausführenden Juweliere zu bestaunen und zu würdigen.

Hrsg. Dirk Syndram/Ulrike Weinhold
….. und ein Leib von Perl
Die Sammlung der barocken Perlfiguren im Grünen Gewölbe Dresden

96 Seiten,
70 Abb. in Farbe,
21 x 25 cm, Klappenbroschur.
EUR 14,95 / SFr. 22,70
ISBN 978-3-938832-24-0

Braunschweiger Rokoko

Rokoko_6cmH Im Laufe seiner Geschichte war Braunschweig eine bedeutende Hanse-, Messe- und Residenzstadt. Diesem Umstand verdankt Braunschweig eine sich über Jahrhunderte erhaltende hohe Qualität des Kunsthandwerks. Mit der Übersiedlung des Hofes von Wolfenbüttel nach Braunschweig in den Jahren 1753/54 wurde die alte Handwerkstradition der Stadt mit der Nachfrage des Hofes nach Luxus­waren und einer stärkeren Finanzkraft der Käufer verbunden. Durch die Übernahme und Gründung von Manufakturen durch Herzog Carl I. wurde das künstlerische Potential verstärkt. Diese Gründung zog Künstler und Fachkräfte aus ganz Deutschland, ja sogar aus dem Ausland, nach Braunschweig, die wiederum den zünftigen Handwerkern Anregungen lieferten. Dies führte zu einer Spielart des deutschen Rokoko, dem “Braunschweiger Rokoko”, das allerdings in der kunstgeschichtlichen Forschung bisher noch kaum eine Würdigung fand. Dies mag daran liegen, dass das wichtigste Zeugnis, das Residenzschloss, nicht mehr vorhanden ist. Ein weiterer Grund dürfte sein, dass die Blütezeit des Rokoko in Braunschweig nur von kurzer Dauer war. Schnell öffnete man sich in Braunschweig den modischen Entwicklungen, und setzte diese in vollendeter Könnerschaft um; und bereits um 1765/1770 hatte sich die Braunschweiger Manufaktur dem Frühklassizismus geöffnet. Mit dem hier vorgelegten Werk soll nun auf den nur fünfundzwanzig Jahre währenden Zeitraum des Braunschweiger Rokoko  auf-merksam gemacht werden. Der vorliegende Band zeigt die hervorragende Qualität des Braunschweiger Kunsthandwerks. Vorgestellt werden Möbel, Silber, Porzellan, Lackwaren und Fayencen der Braunschweiger Zünfte zur Zeit des Rokoko, die noch heute eine hohe Wertschätzung genießen.

Städtisches Museum Braunschweig (Hrsg.)
Braunschweiger Rokoko
mit Beiträgen von Martin Eberle, Erika Eschebach, Andreas Flöck,
Justus Lange, Irmgard Müsch, Julia M. Nauhaus,Andrea Winter
168 Seiten,
175 Abb. in Farbe,
23 x 28 cm, Pappband.
EUR 28,00 / SFr 51,00
ISBN 978-3-932353-98-7

Ägyptische Kunst

cover-aegypt-vor„Es ist aber genug zu zeigen, dass wie die griechische,  so auch die ägyptische und etruskische Kunst ganz eigen behandelt werden müsste und nicht bloß negative oder private, durch Vergleichung.“

Als Johann Gottfried Herder, der dies schrieb, und Johann Winckelmann in den sechziger Jahren des 18. Jahrhunderts die Eigenwertigkeit der altägyptischen Kunst aufdeckten, gelangten die ersten Zeugnisse aus dem alten Ägypten in die Sammlungen des Markgrafenhauses von Baden – Ankäufe der Markgräfin Caroline Luise im Jahre 1766, die bis heute außer einer Ausnahme noch erhalten sind. Andere Objekte traten zur Zeit des hauptsächlich von Napoleons Ägypten-Feldzug ausgelösten „Egyptian Revival“ hinzu. Das Badische Landesmuseum hat sich vielfach für seine etwa 1000 Objekte umfassende altägyptische Sammlung engagiert und legt nun als besondere Herausforderung diesen umfassenden ­wissenschaftlichen Bestandskatalog „Ägyptische Kunst“ vor. Damit wird ein breitgefächerter Einblick in altägyptische Kunst und Kultur gewährt.

Ägyptische Kunst
Bestandskatalog des Badischen Landesmuseums Karlsruhe
Herausgegeben vom Badischen Landesmuseum Karlsruhe

Sabine Albersmeier
486 Seiten,
568 Abbildungen, teils farbig,
21,5 x 27,5 cm, Pappband.
EUR 65,00 / SFr 117,00
ISBN 978-3-938832-25-7

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