Edition Minerva: Katalog 2011

Farbige Wände

FarbigeWaende1880_1930 Farbige Wände erhalten in Ihrer Rolle als Ausstellungswände eine besondere Bedeutung. Beson­ders markante Beispiele sind das Lenbachhaus in München, das Münterhaus Murnau und die Meis­terhäuser Kandinsky–Klee in Dessau. Die Wandfassungen aus der Zeit von 1900 bis heute, werden in Bild- und Textbeispielen einander gegenüber­gestellt. Vorgestellt werden farbig inszenierte ­Ausstellungswände u.a. von James McNeill Whistler, Franz von Lenbach, den Wiener Werkstätten und im Münchner Glaspalast. Farbige Wohn- und Ausstellungsräume, wie die von ­Emanuel Seidl für die Galerie Brakl in München oder der  Galerie Heinrich Thannhauser für das Arco-Palais. Ebenso vertreten sind Le Corbusier, Sophie Taeuber-Arp, Bruno Taut, El Lissitzky, Mohol-Nagy und viele andere mehr, die bis in die 1930er Jahre die farbigen oder gar schwarzen Wohn- und Ausstellungswände entworfen und gestaltet haben. Ein kleines unentbehrliches Handbuch für alle, die sich mit Gestaltung in Wohnräumen und Museen beschäftigen.

Marion Ackermann
Farbige Wände –  Zur Gestaltung des Ausstellungsraumes von 1880 – 1930
Herausgegeben von der Städtischen Galerie
im Lenbbachaus und Kunstbau München

152 Seiten,
101 Abb., davon 28 in Farbe, 17 x 21 cm, Pappband.
EUR 23,00 / SFr 41,90
ISBN 978-3-932353-79-6

Bilder der Technik

INDUSTRIEBILDER Das Deutsche Museum in München besitzt einen außergewöhnlichen mehrere hundert Gemälde umfassenden Bestand zu Technik, Industrie und Wissenschaft, der sowohl von hohem technikgeschichtlichen wie kunsthistorischen Interesse ist. Größtenteils handelt es sich bei diesen Gemälden um Werke, die in der Zeit der Gründung und des Aufbaus des Deutschen Museum 1903 – im Auftrag des Museums ­entstanden. Diese Gemälde wurden neben den Maschinen, Exponaten und Experimenten in den ­Ausstellungen präsentiert. Sie stellen ein Mittel der Visualisierung und Inszenierung von Technik und Wissenschaft dar. Von der Kunstgeschichte lange Zeit eher am Rande betrachtet, gewinnen Technik- und ­Industriegemälde im Zusammenhang mit neueren historischen Fragestellungen (Bildwerke als historische Quelle), mit kulturgeschichtlichen und soziologischen Ansätzen zunehmend an Interesse. Dargestellt werden Ansichten von Fabrikanlagen und Werksgebäuden, Einblicke in Montage- und Fabrikhallen, Szenen aus der Schifffahrt und dem Schienenverkehr, Darstellungen zum Berg- und Hüttenwesen, Maschinen- und Brückenbau und vieles andere mehr. Dieser Bestandskatalog dient dazu, diese bislang wenig bekannten, aber einzigartigen Gemälde, der breiteren Öffentlichkeit und dem Fachpublikum ­vorstellen. Dabei zielt er auf eine wissenschaftliche Analyse des Genres Technik- und Industriegemälde.
Die Beschreibungen und Erläuterungen der 408 Gemälde runden ein Künstlerverzeichnis mit Kurzbiografien, ein Literaturverzeichnis sowie ein Personen- und Körperschaftsregister ab.

Bilder der Technik, Industrie und Wissenschaft
Ein Bestandskatalog des Deutschen Museums
Hrsg. Eva A. Mayring

312 Seiten,
289 Abbildungen, davon 163 in Farbe, 22 x 28 cm, Pappband gebunden.
Ca. 45,00 EUR / SFr 91,00
ISBN 978-3-938832-28-8

Wettstreit der Künste

Wettstreit Dass Kunst sich selbst zum Thema wird, ist so alt wie die Geschichte. Das Wechselspiel von Kunst und Wirklichkeit wurde zu einer bleibenden und ureigenen Auseinandersetzung der Künstler mit sich selbst und ihrem Tun. Bild und Wirklichkeit haben dabei von Beginn an im Medium der Kunst selbst zum Wettstreit ihrer jahrhundertelang wichtigsten Gattung geführt, nämlich dem Wettstreit zwischen Skulptur und Malerei. In vier Kapiteln werden in diesem Band die problemgeschichtlichen Entwicklungen vom 16. zum 18. und beginnenden 19. Jahrhundert Rechnung getragen und die dafür wesentlichen Themenkreise der Malerei und Bildhauerei in Bild und Bildwerken dargestellt. Im ersten Kapitel zunächst antike und christliche Mythen; im zweiten Kapitel ist der Schwerpunkt auf das 16. und 17. Jahrhundert gesetzt; das dritte Kapitel ist dem Selbstbildnis, dem Atelier- und gemalten Galeriebild gewidmet, wobei sich hier der Zeitraum vom 16. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert erstreckt, das 17. Jahrhundert mit den Niederländern stellt den Schwerpunkt. Das vierte Kapitel schließt mit der Genieästhetik, die im 19. Jahrhundert dem Bild vom Künstler in seinen Höhen und Tiefen zu einem neuen, bis heute wirksamen Mythos verhalf. Die Aufsätze in diesem Band sind von international ausgewiesen Autoren verfaßt. Die in den vier Kapiteln mit Malerei, Zeichnung, Graphik und Skulptur vertretenen Künstlern sind, um nur einige zu nennen: Bruegel d.Ä., Dosso Dossi, Van Dyck, Guido Reni, Rembrandt, Teniers bis Vasari, Van Winghe, Zuccari und Zoffany.

Ekkehard Mai (Hrsg.)
Wettstreit der Künste
Malerei und Bildhauerei von Dürer bis Daumier

472 Seiten,
400 Abb., davon 200 in Farbe,
24 x 29 cm, gebunden mit Schutzumschlag.
EUR 72,00 / SFr 125,00
ISBN 978-3-932353-58-1

Im Detail die Welt entdecken – Adam Elsheimer 1578–1610

Elsheimer_Titel Adam Elsheimer – ein unbekannter Maler des 17. Jahrhunderts?. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts zählte Elsheimer zu den bedeutendsten und berühmtesten Künstlern seiner Zeit. Elsheimer gilt als Erfinder der „poetischen Malerei“ und nimmt Ideen der Romantiker etwa zweihundert Jahre zuvor vornweg. Gleichzeitig gab er mit seinen originellen und wegweisenden Bildschöpfungen der Kunstwelt neue Im­pulse. Durch das Fernrohr und mit der Lupe betrachtete er die Welt. Mit seinen weitestgehend klein­formatigen Bildern öffnete er den Blick in die Welt, die er in einer Vielzahl von Details festhielt. Ins­gesamt vierzig bisher bekannte Gemälde und rund dreißig Arbeiten auf Papier sind nach dem aktuellen Stand der kunstgeschichtlichen Forschung Adam Elsheimer zugeschrieben – ein zahlenmäßig zwar kleines, aber außerordentlich einflussreiches Œuvre. Das Buch bietet eine unerschöpfliche ­Entdeckungsreise und folgt den Spuren dieses neugierigen Malers. Die zahlreichen Ausschnittvergrößerungen einzelner wichtiger Bilder laden geradezu ein, die Bilderwelten dieses ungewöhnlichen Malers zu entdecken.

Rüdiger Klessmann
Im Detail die Welt entdecken – Adam Elsheimer 1578–1610
herausgegeben von Michael Maek-Gérard für das Städel, Frankfurt
304 Seiten,
ca. 280 Abbildungen, davon 106 s/w-Abbildungen.
24×31,5 cm, Leinengebunden mit Schutzumschlag.
EUR 59,00 / SFr 106,00
ISBN 978-3-938832-06-6

DIE BLUME EUROPAS

Umschlag_Blume_Europas 1613 wurde Breslau – das historische Wrotizla, Vratislavia und Presslaw – einst in der „Breslographia“ des Nikolaus Henel von Hennenfeld von 1613 als „die Sonne Schlesiens“ und „Blume Europas“ gelobt. Als Hauptstadt Schlesiens erfuhr das heutige Wroctaw eine lange und wechselvolle Geschichte polnischer, böhmischer und deutscher Herrschaft. Sie galt und gilt als eines der großen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zentren Europas. Höhepunkte der schlesischen Kunst sind der Barock und die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, beide im Verbund mit Breslaus Funktion als einer der ältesten Universitätsstädte Europas und im Gefolge der bis heute aktiven Kunstakademie, mit der sich Namen wie Max Poelzig, Oskar Moll und Oskar Schlemmer verbinden. Daneben besitzt das Museum schlesische Steinskulpturen des Mittelalters, schlesische, polnische und europäische Malerei, Zeichnungen, Graphik und Kunsthandwerk des 16. bis 19. Jh. Seit 1970 sind die Sammlungen im prachtvollen ehemaligen Regierungsgebäude – 1883–1886 erbaut von Friedrich Endell – als Nationalmuseum nahe der Oder untergebracht.
In dem Buch aufgezeigt sind Werke, unter anderem von von Lovis Corinth, Bernardo Bellotto gen. Canaletto, Andreas Achenbach, Adolf Dressler, Anselm Feuerbach, Antonio Gionima, Wassiliy ­Kandinski, Maurycy Gottlieb, Anton Kern, Johann Georg Platzer, Ludwig Richter, Ferdinand Georg Waldmüller, Wilhelm Trübner, Bartholomäeus Spranger und weiteren bekannten Malern.

DIE BLUME EUROPAS
Meisterwerke aus dem Nationalmuseum Breslau (Wroctaw)

228 Seiten,
123 Abbildungen in Farbe,
24 x 30 cm, Broschur.
EUR 29,90 / SFr 54,00
ISBN 978-3-938832-08-0

Vergriffen

Bestandskatalog Gemälde des 19. Jahrhunderts

Kassel_Bestandskat_19JhdDer jetzt vorgelegte Band zur „Malerei des 19. Jahrhunderts“ in den Staatlichen Museen Kassel von 1991 erscheint in einer von Marianne Heinz aktualisierten und ergänzten Fassung. Im Mittelpunkt der Sammlung steht die Schenkung der Gräfin Louise Bose, Tochter des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I, die 1883 ihren gesamten Kunstbesitz der Stadt Kassel vermachte. Mit ihrer Schenkung schuf sie den Grundstock der städtischen Kunstsammlungen.
Präsentiert wurde die Sammlung der Malerei des 19. Jahrhunderts in der 1943 stark zerstörten und ausgebrannten ehemaligen Kasseler Gemäldegalerie an der Schönen Aussicht. Nach seiner Wiederherstellung ist das 1871–1877 erbaute Gebäude in „Neue Galerie“ umbenannt worden. Die Sammlung verfügt über bedeutende, und außerordentlich qualitätsvolle Werke der Landschaftsmalerei des frühen 19. Jh.. Der Bestand der Neuen Galerie spannt den Bogen über den Naturalismus zum Realismus bis zu den ersten Einflüssen des Impressionismus.
Es werden zudem Porträts des Klassizismus, des Biedermeier, der Jahrhundertmitte des 19. Jh., sowie Porträts des Historismus und der Salonmalerei gezeigt.

Museumslandschaft
Hessen Kassel Michael Eissenhauer (Hrsg.)
Bestandskatalog Gemälde des 19. Jahrhunderts
der Museumslandschaft Hessen-Kassel
Bearbeitet von Marianne Heinz

312 Seiten,
659 Abbildungen in Farbe,
22 x 28 cm, gebunden mit Schutzumschlag.
EUR 52,00 / SFr 91,00
ISBN 978-3-932353-45-1

Spätbarock und Klassizismus

SpaAÃÉaÃÄtbarock Die Neue Galerie der Staatlichen Museen Kassel bewahrt eine umfangreiche Sammlung zur deutschen Malerei des 18. Jahrhunderts. Zu den Höhepunkten gehören die Werke der Malerfamilie Tischbein. Den Grundstock der Sammlung legte Johann Heinrich Tischbein d.Ä., der „Kasseler Tischbein“. Hofmaler und Professor für Malerei der 1777 von ihm mit gegründeten Akademie. Hier unterrichtete er auch seine Neffen Friedrich August Tischbein, den „Leipziger Tischbein“ und Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, den „Goethe-Tischbein“, deren Gemälde später große Anerkennung finden sollten. Darüber hinaus gehören zur Sammlung u. a. Werke von Anton Graff, Jakob Philipp Hackert und Anton Raphael Mengs. In keiner Gemäldegalerie ist die deutsche Malerei des 18. Jahrhunderts in diesem Umfang und  Qualität präsent wie in der Neuen Galerie der Staatlichen Museen Kassel. Die Hauptwerke und der größte Teil des Gesamtbestandes sind in der Neuen Galerie der Öffentlichkeit zugänglich. Mit dem hier vorlegten Bestandskatalog werden die Werke in ihrer ganzen Schönheit und Farbenpracht gezeigt.

Spätbarock und Klassizismus
Bestandskatalog der Gemälde in den Staatlichen Museen Kassel 1740–1810
Herausgegeben von den Staatlichen Museen Kassel / Michael Eissenhauer
Bearbeitet von Stefanie Heraeus

408 Seiten,
380 Abb., davon 145 in Farbe,
22,5 x 29 cm, Leinen mit Schutzumschlag.
EUR 52,00 / SFr 91,00
ISBN 978-3-932353-75-8

Blumenmythos – Flowermyth

Blumenmythos Die Blume hat in der Malerei eine erstaunliche Karriere erlebt: Jahrhundertelang ein beliebtes Motiv, um malerische Brillanz zu demonstrieren, wurde sie im späten Impressionismus van Goghs zu einem Experimentierfeld der Malerei. Ungeachtet der tausend Sprünge und Brüche in der Kunst des 20. Jh. bleibt sie stets als wichtiges, oft obsessiv gepflegtes Motiv bedeutender Künstlerinnen und Künstler präsent. Was fasziniert Künstler an der Blume? Jenseits aller Strategien und Stilrichtungen der Kunst von der frühen Moderne bis heute findet sich in ihr eine archaische Grundform von Existenz, die gleichzeitig drei große Themen in sich vereinigt: Schönheit, Eros und Tod. Der Band zeigt in einer umfassenden Zusammenstellung die Bedeutung des Motivs der Blume in der Modernen Kunst vom Impressionismus bis heute. Neben Klassikern der Moderne sind dabei auch weniger bekannte und jüngere Künstler zu entdecken. Zu sehen sind unter anderem Werke von: Emil Nolde, Edouard Manet, Henri Matisse, Max Beckmann, Gauguin, Robert Mapplethorpe, Georgia O’Keefe, Imogen Cunningham, Andy Warhol und vielen anderen Künstlern.
Das umfangreiche Buch präsentiert auf prächtigen farbigen Abbildungen Werke des ästhetisch reichen Blumengartens und erörtert literarische und kunsthistorische Aspekte dieses Themas. Erschienen ist das Buch in deutscher und englischer Sprache, sowie einem Essay von Professor Kopp in französischer ­Sprache.

Fondation Beyeler (Hrsg.)
Blumenmythos – Flowermyth
Von Vincent van Gogh bis Jeff Koons

208 Seiten,
140 Abbildungen in Farbe,
24,5 x 30 cm, Pappband gebunden.
EUR 52,00 / SFr 79,00
ISBN 978-3-932353-96-3

Miró – Später Rebell

Miro Erstmals wurden die Werke von Joan Miró, die er in seinen letzten beiden Lebensjahrzehnten auf Mallorca geschaffen hat im Kunstforum Wien ausgestellt. Diese in seinen letzten Lebensjahrzehnten entstandenen Werke wurden denen seiner früheren Schaffensphasen gegenübergestellt – eine Konfrontation, aber auch ein Dialog. So wird die Verankerung des Spätwerks in vorangegangenen Perioden genauso ersichtlich, wie sein revolutionär neuer, unabhängiger Charakter. Einen Überblick über die wichtigsten Etappen in Mirós Werk veranschaulicht die Auswahl den Diskurs zwischen Mirós Spätwerk und der Entstehung und konstanten Veränderung seiner Formensprache, von den 1920er bis in die 1960er Jahre. Die Spannkraft, die Miró aus seiner Entwicklung schöpft, manifestiert sich in seinem Alterswerk gleich einer Explosion. In Mirós Zeichensprache wird wieder verändert und bis zur allerletzten Konsequenz reduziert und kondensiert. Großformatige Leinwände geben Zeugnis von Mirós Obzession, die wie er es nannte, „Ermordung der Malerei“ bis an die Grenze zu treiben. Auf 80 ganzseitigen, phantastischen Farbabbildungen sind die Spätwerke Mirós zu bewundern. Aufsätze von namhaften Kunsthistorikern erschließen die Welt Mirós auch in Worten. Eine Biografie rundet dieses Buch ab.

Evelyn Benesch/
Ingried Brugger (Hrsg.)
Miró – Später Rebell

200 Seiten,
105 Abb.,  davon 80 in Farbe,
29 x 25 cm, gebunden mit Schutzumschlag.
EUR 52,00 / SFr 91,00
ISBN 978-3-932353-49-9

Markus Lüpertz

Luepertz_Cover Im Herbst 2006 setzt das Kunstforum in Wien seine Präsentation zeitgenössischer Maler mit dem ­großen deutschen „Malerfürsten“ Markus Lüpertz fort. Wer Markus Lüpertz einmal erlebt hat, vergisst ihn nie: Er zählt zu den Galionsfiguren einer Kunst, die trotz aller Moden stets am „traditionellen“ und wiederholt für tot erklärten Tafelbild festhält. Seine Bilder zeugen von ungeheurer Kraft und Vitalität – und verbunden mit der zeitlosen Schönheit von klassischer Malerei sind sie doch im Spannungsfeld ­zwischen monumentaler Erdung und feiner Ornamentalität.
Wie bei kaum einem zweiten Künstler legt sich die Person Lüpertz vor das Werk, sein gekonntes Zusammenspiel von auffallenden rhetorischen und habituellen Attitüden, das ihn als den einen unter vielen auszeichnet. Wer eine Skulptur, ein Gemälde oder eine Zeichnung von ihm einmal gesehen hat, wird seine Werke immer wiedererkennen. Die etwa 60 gezeigten Gemälde, Arbeiten auf Papier und Skulpturen geben einen vielfältigen Einblick in das reiche Schaffen von Markus Lüpertz. In der Aus­stellung wird ein Spannungsverhältnis zwischen älteren Schlüsselwerken ab den 1960er Jahren und den aktuellen Arbeiten ins Zentrum gerückt.

Ingried Brugger/Florian Steininger
Markus Lüpertz
148 Seiten,
114 Abbildungen, davon 74 in Farbe.
23 x 27,5 cm, Klappenbroschur.
EUR 30,00 / SFr 54,60
ISBN 978-3-938832-10-3

Georg Baselitz – Die ­monumentalen Aquarelle

Georg_Baselitz Georg Baselitz hat innerhalb eines Jahres – von März bis Oktober 2002,
36 monumentale Aquarelle geschaffen. Die Aquarelle aus dieser Zeit kreisen um vier Themen: Das erste, eine in den letzten Jahren entwickelte Ikonografie, vereint Ikonen des sowjetischen sozialistischen Realismus wie Lenin oder Duchamp miteinander. Das zweite Thema hat eine autobiografische Dimension. Es zeigt den Maler und seine Frau in einer Serie von Doppelporträts als Brust- oder ganzfigurige Darstellung -  mehrmals mit Pferd, einem Tier, das im letzten Abschnitt der Folge, in den sich ein Reiter aus dem wilden Westen eingeschlichen hat, eine zentrale Rolle spielt. Georg Baselitz hat all diese vorgestellten Aquarelle in rascher Folge gemalt. Dank dem durch Tusche und Aquarell ermöglichten rasenden Arbeitstempo verbindet Baselitz Tag für Tag (was am Entstehungsdatum der einzelnen Zeichnungen interessanterweise ablesbar ist) die Wiederholung und Kombination dieser Motive mit der üblichen Umdrehung. Die schnelle Arbeitsweise erlaubt Baselitz mehr noch als in den letzten Gemälden ein zyklisches Denken, bei dem ein monumentales Aquarell auf das vorhergehende reagiert.
Der Band ist zweisprachig – in deutscher und französischer Sprache erschienen.

Klaus Albrecht Schröder/Yves Lecointre
Georg Baselitz – Die ­monumentalen Aquarelle

132 Seiten,
72 Abb. in Farbe,
24 x 30 cm, Leinen mit Schutzumschlag.
EUR 52,00 / SFr 91,00
ISBN 978-3-932353-78-9

FRANZ GERTSCH Naturporträts

Albertina_Gertsch Mit einer Franz Gertsch-Ausstellung in der Albertina Wien wird einer der bedeutendsten zeitgenös­sischen Künstler des Fotorealismus gewürdigt. Das gezeigte Werk von Franz Gertsch dokumentiert die zwei Themen Naturmotiv und das Porträt. Die Sujets der Gemälde, wie auch der Holzschnitte stammen aus dem unmittelbaren Lebensumfeld des Künstlers: der Garten seines Wohnhauses in dem die Pflanzen wachsen, der den Garten begrenzenden Fluss Schwarzwasser; sowie die weiblichen Modelle für seine Porträts, die er zumeist durch Angehörige seiner Familie kennen gelernt hat. Es ist der Albertina, Wien gelungen, alle in der Zeit von 1986 bis 2006 entstandenen Gemälde und Holzschnitte zu vereinen. Drei der bedeutendsten Holzschnitte sind in den Besitz des Museums gelangt und fügen sich in die vorhandene Sammlung von Einblattholzschnitten und Drucken ein. Der zeitliche Rahmen für die Auswahl der Arbeiten umgrenzt einen in sich geschlossenen Werkkomplex aus einer der bedeutendsten Schaffens­phasen des Künstlers. In den Gemälden besticht die feinmalerisch exakte und zugleich sehr individuelle Wiedergabe des Realen und bei den monumentalen Holzschnitten faszinieren vor allem die gänzlich neuen Ausdrucksmöglichkeiten, die Gertsch dieser Technik abgerungen hat.

FRANZ GERTSCH Naturporträts
Holzschnitte und Gemälde 1986–2006
Herausgegeben von Klaus Albrecht Schröder und Achim Gnann
120 Seiten,
76 Abbildungen in Farbe und 3 Ausklappern,
23,5 x 29,8 cm, Pappband.
In deutsch/englisch.
EUR 28,00 / SFr 50,00
ISBN 978-3-938832-12-7

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